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Spuren im Sand

 

Ich träumte eines Nachts,

ich ging am Meer entlang

mit meinem Herrn.

Und es entstand vor meinen Augen,

Streiflichtern gleich, mein Leben.

Nachdem das letzte Bild an uns

Vorbei geglitten war, sah ich zurück

Und stellte fest,

das in den schwersten Zeiten

meines Lebens

nur eine Spur zu sehen war.

Das verwirrte mich sehr,

ich wandte mich an den Herrn:

„Als ich Dir damals, alles

was ich hatte übergab,

um Dir zu folgen, da sagtest Du,

Du würdest immer für mich da sein.

Der Herr nahm meine Hand:

„Geliebtes Kind,

nie ließ ich Dich allein,

schon gar nicht

in Zeiten der Angst und Not.

Wo Du nur ein Paar Spuren

Im Sand erkennst,

sei ganz gewiss:

ICH HABE DICH GETRAGEN.“

 


Religionspädagogik

Unsere Religionspädagogische Arbeit spiegelt sich in vielen alltäglichen Situationen selbstverständlich wieder.

 

· Wir sehen Kindheit als einen eigenständigen Lebensabschnitt, eine in sich wertvolle und mit Eigendynamik besetzte Lebensphase

· Wir achten die Kinder in ihrer Persönlichkeit, mit ihren Kompetenzen und Fähigkeiten

· Wir helfen ihnen, Meinungen zu bilden und Entscheidungen zu treffen. Dabei vertrauen wir auf die Entwicklungskräfte des Kindes.

· Wir unterstützen die Kinder in ihrer Entwicklung. Dabei setzen wir Grenzen, erarbeiten gemeinsam Regeln, ermutigen, trösten und stärken sie.

Unsere Aufgabe als Team ist es, den Kindern zu helfen, Gemeinsamkeit zu leben, Geborgenheit zu erfahren, Andersartigkeit zu akzeptieren.

 

Das Kind erlebt seine unterschiedlichen Gefühle:

Freude, Trauer, Zuneigung und Ablehnung, Liebe und Schmerz, Zufriedenheit und Ärger, Hoffnung und Angst, Gerechtigkeit und Wut. Wir wollen die Emotionen nicht unterdrücken, sondern als berechtigt zulassen. Wir respektieren und unterstützen die Kinder dabei, eigene und fremde Gefühle wahrzunehmen und damit umzugehen.

 

Das Kind als religiöser Mensch

Kinder sind von Gott gewollte, einmalige Menschen.

Kinder möchten, so wie sie sind, angenommen werden. Sie möchten, dass ihnen in Liebe begegnet wird, damit sie auch ihr eigenes Verhalten an der Liebe ausrichten können.

Kinder stellen Fragen nach dem Sinn, dem Woher und Wohin des Lebens, auch wenn diese Fragen nicht immer in Sprache formuliert sind.

Das Kind sucht in seinem Leben nach Verlässlichkeit, nach Beziehungen, in denen es sich bedingungslos sicher, geborgen und aufgenommen weiß.

Unser Ziel ist es, den Kindern eine Atmosphäre anzubieten, die geprägt ist von Annahme, Verständnis und Nächstenliebe im Sinne unseres christlichen Menschenbildes. Im Erleben dieser Atmosphäre schaffen wir Möglichkeiten zur Handlungs- und Beziehungsfähigkeit der Kinder.

Dabei sollten verschiedene Aspekte des Glaubens erfahrbar werden,

· dass die Kinder sich als Gottes Geschenk entdecken,

· dass die Kinder Vertrauen in Gottes bedingungslose Zuwendung finden,

· dass die Kinder erfahren: Zweifel und Misstrauen gehören zum Glauben,

· dass die Kinder vergebendes, verstehendes und versöhnendes Handeln erleben,

· dass die Kinder in Verantwortung zu sich selbst und dem Nächsten zu leben lernen.

 

Wir nehmen im Rahmen unseres Kindergottesdienstes, in vorbereiteten Themen, Inhalte des christlichen Glaubens auf.

In unserer religionspädagogischen Arbeit werden Formen gewählt, die den Kindern Freude bereiten: wir singen mit den Kindern Lieder, hören Geschichten, spielen Geschichten nach, beten, feiern und besuchen gelegentlich die Kirche.

Die religionspädagogische Arbeit ist ein Bestandteil der gesamten sozialpädagogischen Arbeit.

Situationen, welche Kinder erleben oder erleben werden, versuchen wir aufzugreifen.